• Wolfgang Schwab

Entlastungspacket-Teuerungsausgleich


Diese Auszahlungen stehen im Sommer an

  • August 2022 – zusätzliche Familienbeihilfe: 180 Euro pro Kind, für das Familienbeihilfe bezogen wird

  • Bis spätestens September 2022 – Teuerungsausgleich : 300 Euro für Menschen mit geringem Einkommen (Arbeitslose, Studienbeihilfe- und Sozialhilfebezieherinnen und -bezieher, Mindestpensionistinnen und -pensionisten)

Da die erforderlichen Daten bereits vorliegen, sind für diese Auszahlungen keine Anträge notwendig.


Das bekommst du im Herbst:

  • Oktober 2022 – Klimabonus: bis zu 500 Euro – 250 Euro Klimabonus pro Person über 18 Jahre bzw. 125 Euro bis 18 Jahre, außerdem 250 Euro Teuerungsausgleich

Ein Antrag ist auch für die Auszahlung des Klimabonus nicht notwendig, wenn du im Finanz-Online die richtigen Kontodaten hinterlegt hast.


Der Fahrplan ab 2023


  • Erhöhter Familienbonus: ab 2023 kann beim Steuerausgleich (Arbeitnehmerveranlagung von 2022) ein erhöhter Familienbonus von bis zu 2.000 Euro pro Kind beantragt werden.

  • Mit der Veranlagung des Jahres 2022 kann rückwirkend auch ein Kindermehrbetrag von bis zu 550 Euro beantragt werden.

  • Aufstockung des Wohnschirms als Schutz vor einer Delogierung.

  • Verlängerung des Digi-Schecks zur Förderung der Weiterbildung von Lehrlingen (drei Mal pro Jahr 500 Euro bis 2024)

  • Erhöhung des Absetzbetrags für 2022 auf 500 Euro

  • Steuer- und Abgabenbefreiung für Mitarbeiterprämien von bis zu 3.000 Euro

  • Grundfreibetrag wird von 13% auf 15% aufgestockt.

  • Geringfügige Wirtschaftsgüter bis € 1.000.- pro Anschaffung.

  • Mit Rückwirkung 1. Jänner 2022 wird durch die Beschlussfassung Anfang 2022 die zweite Tarifstufe der Einkommensteuer/Lohnsteuer gesenkt werden. Konkret soll für Einkommensbestandteile zwischen EUR 18.000 und EUR 31.000 der Steuersatz von momentan 35 % auf 32,5 % im Jahr 2022 gesenkt werden. Ab 1.1.2023 wird dann die Senkung auf 30 % voll wirksam.

  • Ab 1. Juli 2022 sollen die Krankenversicherungsbeiträge für GSVG-Versicherte (Selbständige und Gewerbetreibende) und BSVG-Versicherte (Land- und Forstwirte) für Einkommen unter EUR 2.500 gesenkt werden. Die Senkung ist gestaffelt und beträgt zwischen 1,7 und 0,2 Prozentpunkte der Krankenversicherungsbeiträge.

  • Der Verkehrsabsetzbetrag wird für Einkommen bis EUR 16.000 um EUR 650 erhöht. Bis zu einem Einkommen von EUR 24.500 reduziert sich der erhöhte Verkehrsabsetzbetrag auf EUR 0 – Einschleifregelung.

  • Ergibt sich eine Einkommensteuer (im Veranlagungsjahr 2022) von unter EUR 0, dann sind bis zu EUR 400 an den Abgabepflichtigen zu erstatten – SV-Rückerstattung. Dieser Betrag kann sich bei Anspruch auf das Pendlerpauschale auf EUR 500 und bei Anspruch auf den oben angeführte erhöhten Verkehrsabsetzbetrag auf bis zu EUR 650 erhöhen.

  • An Dienstnehmer kann als eine Art „Bilanz-Prämie“ eine steuerfreie Gewinnbeteiligung von bis zu EUR 3.000 p.a. gewährt werden; wobei hier diverse Punkte zu beachten sind. (Wir beraten dich hier gerne)

Valorisierung von Sozialleistungen

Ab 1. Jänner 2023 werden außerdem bestimmte Sozialleistungen valorisiert, also an die Inflation angepasst. Das betrifft:

  • die Familienbeihilfe

  • das Kinderbetreuungsgeld

  • das Krankengeld

  • Reha- und Umschulungsgeld

  • die Studienbeihilfe

  • den Kinderabsetzbetrag

An den Verbraucherpreisindex angepasst werden:

  • der Verkehrsabsetzbetrag

  • der Alleinerzieherabsetzbetrag

  • der Pensionistenabsetzbetrag

Abschaffung kalte Progression


Langfristig will die Regierung zudem die kalte Progression abschaffen – einen Gesetzesentwurf gibt es hierfür allerdings noch nicht. Wir informieren euch, wenn es soweit ist.