Mogelpackung Ausfallbonus

Der Ausfallbonus wurde in den letzten Tagen als zuätzlicher Bonus für betroffene Betriebe vermarktet. Doch bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass es sich teilweise um eine Vorauszahlung betreffend Fixkostenzuschuss handelt und nicht um eine zusätzliche Hilfe.

Die Hälfte der Unterstützungsmaßnahme (bis zu 15 Prozent des Umsatzes) ist ein neu dazukommender Umsatzersatz, die andere Hälfte ein Vorschuss auf den Fixkostenzuschuss.


Hier die bereits veröffentlichten Eckpunkte:


Berechtigt sind Firmen mit 40 Prozent oder mehr Umsatzrückgang die direkt oder indirekt vom Lockdown betroffen sind. Verglichen wird hier der Umsatz Jänner 2019 mit Jänner 2021.


Ab 16.02.2021 kann man den Ausfallbonus beantragen und dieser kann Monat für Monat neu beantragt werden. Voraussichtlich bis Juni 2021.


Der Ausfallbonus kann bis zu 30 Prozent vom Umsatzrückgang aber maximal 60.000 Euro im Monat betragen.


Eine Mindestsumme, wie beim Umsatzersatz, ist derzeit nicht bekannt.


Der Ausfallbonus und der Fixkostenzuschuss hängen zusammen. Beantragt man den Ausfallbonus, dann muss auch der Fixkostenzuschuss eingereicht werden. (Genauere Infos folgen)


Alles in Allem bringt der Ausfallbonus kleineren Betrieben nicht viel, weil bei 30% vom entgangenen Umsatz bei den meisten EPUs nicht einmal die Fixkosten abgedeckt werden. Zudem sind 40% Umsatzrückgang eine zu große Hürde für die meisten EPUs. Ob hier seitens der WKO Druck ausgeübt wird, damit hier nachgebessert wird, ist abzuwarten, aber leider nicht wahrscheinlich.

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